Clemens, Nils, Philip, Marburg, Paris: Hip Hip Hurrah!

Jetzt wird im Sportfechten eine neue Alterseinteilung in die Praxis umgesetzt.

Der erstmals ausgetragene Lahn-Cup in Marburg war für den „Schülerbereich“ ausgeschrieben. Das sind die U14+U13, U12+U11 und die U10+U9. Wobei das U für „unter“ und die Ziffer für das Lebensalter steht.

Gleichzeitig mit Marburg fand in Paris ein Turnier ganz anderen Kalibers statt.

Gleichzeitig beteiligt sich Marburg mit diesem Turnier an einer vor allem bisher im Osten Deutschlands ausgetragenen Serie, dem Yougster-Cup. So waren denn auch viele Teilnehmer*innen aus den östlichen Bundesländern am Start. Das führte zumindest teilweise zu schönen, weil größeren Teilnehmer*innenfeldern. Aus unserer Sicht startete Clemens Wosch in der U12-U11. Clemens verlor im 16 K.O. mit 1:10 gegen den späteren Turniersieger Otto Beckmann (SV Angern). Zuvor gewann Clemens sein 32 K.O. Gegen Jan-Niklas Oster (SKGO Oberhöchstadt) mit 10:0. Das war dann Rang 16 von immerhin 34 Fechtern. Ebenfalls auf der Planche stand Theodor Faitz (noch für Oberhöchstadt startend, aber schon auch bei uns fechtend) -Theo wurde 27ter.

Wie man aus diesen zwei deutlichen Ergebnissen ersieht, waren die Leistungsunterschiede nicht nur durch die Zusammenlegung jeweils zweier Jahrgänge sehr groß. Es bleibt abzuwarten, inwieweit diese sportpolitische Entscheidung dazu führt, mehr Fechter*innen, und vor allen Dingen leistungsorientierte Fechter*innen den Turnieren zuzuführen.

Gleichzeitig mit Marburg fand in Paris ein Turnier ganz anderen Kalibers statt:

„Challence CEP Marathon fleuret U14, hommes.”

Das bedeutete 256 Starter aus Frankreich, Russland, U.S.A., Lettland, Italien, Polen, Singapur, Spanien – um nur die Länder der besten 16 Fechter zu nennen.

Ich schreibe dies, um deutlich zu machen, um welche sportliche Großveranstaltung es sich hier handelte. Es ist eines  d e r  Florettereignisse der U14 in der Welt: Hinsichtlich der Leistung der besten Fechter, hinsichtlich der Größe des Turnieres, hinsichtlich der Präsentation und der Feier des Fechtsportes. Unsere Equipe in Paris, Trainer Christoph Frohwein, die Fechter Nils Hofmann und Philip Faitz, die anwesenden Familienmitglieder von Nils und Philip kamen jedenfalls teilweise recht euphorisch am Montag nach dem Turnierwochenende in Paris in unseren „Stall“, in unsere Fechthalle nach Dörnigheim zurück. Und nur so geht das: Leistung abrufen zu können bei so schweren Wettkämpfen: das „Umfeld“ (die Familien der Fechter) muss stimmen: die Fechter müssen ins Training gefahren werden, nach Paris gefahren werden, das muss alles finanziert werden …..; man benötigt einen so engagierten und guten Trainer wie Christoph Frohwein, und man braucht Fechter mit Leistungsbereitschaft und Freude fürs Fechten, die sofort weitertrainieren, selbst nach so einem anstrengenden week-end, weil sie nämlich noch besser werden wollen.

Einer der ersten 16 von Paris kam auch aus Deutschland, das habe ich oben unterschlagen, und der nächstbeste platzierte Deutsche Starter, war Noah Heitz (Tauberbischofsheim) auf Rang 36, und Marcel Sauter (Tauberbischofsheim) wurde als drittbester Deutscher 91.

Und wir freuen uns über einen 127. Platz von Philip Faitz, Dörnigheim

Und der Vorstand freut sich über Platz 6. von Nils Hoffmann, Dörnigheim.

Und ich frage mich, wieviel Lob Nils aushält. Das war eine herausragende Leistung Nils! Zum Glück bist Du nicht erster geworden,- noch nicht – erster geworden freilich, denn  ein Finalplatz bei Deiner ersten WM der U20 ist umso wahrscheinlicher, je mehr Du realisierst, dass Du noch besser werden musst, und gleichzeitig schon mal das Glück spürst bei einem so tollen Ereignis bei der Siegerehrung dabei zu sein.

Nachdem Turnier ist vor dem Turnier. Jetzt steht Bad Cannstatt an. Wir nehmen Teil mit fast vollständigem Besteck. Ich freue mich aus den nächsten Bericht hier an dieser Stelle.

 

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