Nils Hoffmann verteidigt Deutsche Meisterschaft

Es ist alles Gold was glänzt. Respektvolle Gratulation an Nils Eltern, seine Trainer Christoph, Christopher und Norman und natürlich in allererster Linie an Nils selbst.

Eine Titelverteidigung ist ein noch größerer Erfolg für jeden Sportler als ein einmaliger Sieg, bestätigt er sich doch dreifach in seiner Leistung. Man war nicht bloß an „diesem einen Tag“ besser, nein, man konnte seine Leistung kontinuierlich auf der Fechtbahn beweisen, und man bestätigt sich, dass man der Beste ist. Dabei war die Konkurrenz stark und Nils musste im Vorfeld, bei unserer GOLDENEN MASKE, sogar eine Finalniederlage hinnehmen auf seinem Weg zur zweiten deutschen Meisterschaft. Das Turnier in Moers hatte auch seine Dramaturgie: nach der Vorrunde auf der Setzliste als Nummer 1 gesetzt, fand Nils sich nach der Zwischenrunde auf Rang 11 wieder. In einer „hammerschweren“ Zwischenrunde fing sich Nils gleich zwei 4:5 Niederlagen ein, und das bedeutete Rang 17 der Zwischenrunde, und das gab dann eben Setzplatz 11. Nils gab seine Gefechte gegen den 7. Im Endklassement, Nick Emde-Marbach (Moers), sowie den letztendlichen 8., Ruben Lindner (Radebeul) ab. Aber dann war der Knoten geplatzt: 10:0 gegen David Groll, 10:5 gegen den späteren 5. Tillmann Ebert (Markkleeberg) 10:4 gegen den Dresdner Julien Wolf, und als Krönung 10:5 gegen Niklas Distelkamp (Luipold München) sprechen eine deutliche Sprache. Das war eine souveräne Titelverteidigung.

Zwei Deutsche Meistertitel für Veteran*innen

Bei den Veteranenmeisterschaften in Bad Dürkheim gewinnen Christa Szymanski und Titus Förster den Titel eines Deutschen Meisters.

Christa setzte sich im Finale klar mit 7:2 gegen Brigitte Greunke (TV Waldshut) durch. Zuvor focht Christa in einem ebenso guten Gefecht 10:6 gegen Bärbel Gorius (TV Wolfsburg). Gegen beide Gegnerinnen musste sie in der Vorrunde noch Niederlagen hinnehmen, die aber in den beiden Finalkämpfen eindrucksvoll ausgebügelt wurden, so dass Christa an diesem Tag eindeutig die verdiente Deutsche Meisterin wurde.

Titus Förster hatte mehr Dusel als Können, um ein Haar wäre das Viertelfinale sein Turnierende gewesen. Beim Stand von 9:9 greift Berthold Schaum (TK Hannover) an und trifft mitten auf der Brust. Wenn der Stoß angezeigt hätte, wäre das Platz 6 gewesen. Da aber der Treffer nicht auslöste, konnte Titus in der nächsten Aktion seinerseits mit einem Angriff glücklich 10:9 gewinnen. Im Halbfinale gelang ein eindeutiges 10:4 gegen Frank Kluge (OFC Düsseldorf). Das Finale gegen Heinrich Böhmer (TV Wolfsburg) ging diesmal mit 10:5 an Titus. Das war die Titelverteidigung. Letztes Jahr war das Finalgefecht gegen Heinrich Böhmer ein 1:0 !!! gewesen.

Gabi Förster verbesserte ihr Ergebnis gegenüber letztem Jahr um einen Rang und wurde gute sechste. Zwei knappen Siegen in der Vorrunde folgte eine klare Niederlage gegen Angelika Schramm (FG Rotation Berlin).

Wiltrud Engler-Meister gelang in ihrem ersten Einzelturnier seit langen der Erfolg nur fast. In ihrem Achtelfinale fehlte das Quäntchen Glück zum Erfolg, Cornelia Hoppe (TV Jahn Siegen) gewann in einem Spannenden Gefecht 7:6. Dabei lag Willi fast bis zum Ende der Kampfzeit in Führung und verlor das Gefecht buchstäblich in den letzten Sekunden. Allein, Titus hatte allen Dörnigheimer Dusel zuvor verbraucht, und für Willi blieb nur Rang 14.

Die TG Dörnigheim gelang es als einzigem Verein, zwei deutsche Floretttitel zu erzielen.

DLP Finale wieder mit uns!

Moritz Frohwein, Christopher Traar und Tristan Förster stießen beim CTG Koblenz kaum auf Gegenwehr und stehen mit einem 45:13 wieder mal im Finale des Deutschlandpokals, das am 1 Juni in Alsfeld ausgefochten wird. Dieser einfache Sieg kommt etwas überraschend, hatten die Koblenzer doch zuvor die starken Mannschaften von Düsseldorf und Moers ausgeschaltet. Aber Koblenz gab sich nach den zwei ersten 0:5 Niederlagen schon früh geschlagen und leistete kaum Gegenwehr. Nur das sechste Gefecht ging an mit 7:5 an Koblenz, die damit gerade noch eine einstellige Niederlage verhindern konnten.

Unsere Bilanz der Hessenmeisterschaften / Jugend in Hanau

Wieder gute Ergebnisse bei den Hessenmeisterschaften für die A-Jugend, B-Jugend und Schüler*innen der Fechtabteilung TG Dörnigheim. Die drei neuen Hessenmeister sind zugleich die alten: Moritz Frohwein 1/29; Nils Hoffmann 1/9 und unsere A-Jugend-Mannschaft Moritz Frohwein, Yannick Arnold, Simon Kaib und Philip Faitz 1/3.

Erfreulich auch die Vizemeistertitel für Lorenzo Rossi 2/29, die A-Jugend-Mannschaft Lorenzo Rossi, Nils Hoffmann und Valentin Hasche, Clemens Wosch 2/11 und Lorenz Nürnberg 2/15.

Dritte Plätze gingen an Laetitia Lobe Manga 3/11, Yannick Arnold 3/29, Jaron Emmerich 3/29 und Philip Faitz 3/9.

Damit liegt die TG Dörnigheim knapp hinter dem TFC Hanau im inoffiziellen Medaillenspiegel auf Rang 2, knapp vor dem VFL Marburg, der ebenfalls drei Hessenmeistertitel gewann.

Erfreulich ist, dass mit Clemens Wosch, Lorenz Nürnberg und Laetitia Lobe Manga drei junge Dörnigheimer Fechter*innen um die Medaillen mitfechten können. Weniger erfreulich ist die Tatsache, dass die Teilnehmerzahl insgesamt weiter rückläufig ist.

Hessische Meisterschaften: Optimale Ausbeute für Veteranen

In Kassel startete mit 288 Teilnehmer*innen das bislang größte Teilnehmerfeld bei offiziellen DFB- Meisterschaften bei den Veteranen. Veteranenfechten liegt voll im Trend, und ist mittlerweile zu einer tragenden Stütze für den DFB geworden. Für die TGD waren leider nur zwei Starter*innen in Kassel. Dafür kamen sie mit zwei Goldmedaillen aus Nordhessen zurück. Am Sonntag, nach verkürzter Nacht, ging Christa Szymanski in aller Frühe in die Vorrunde und hatte mit zwei Niederlagen keinen guten Start. Dafür gewann sie ihre 10er Gefechte dann sicher. Bärbel Gorius (VFL Wolfsburg) hatte beim 4:10 ebenso ein Nachsehen wie Brigitte Greunke (TV Waldshut) mit 3:7 im Finale. Eine klare Leistungssteigerung gegenüber dem Q-Turnier in Eislingen und wieder ein Hessischer Meisterinnentitel für Christa.

Am Tag zuvor gewann Titus Förster im Zwölferfeld mit allen guten 60+ – Florettfechtern Deutschlands nicht minder klar. Heinrich Böhmer lief im Finale einem frühen drei-Treffer-Rückstand hinterher und konnte seine 6:10 Niederlage nicht abwenden. Besonders gut gelang Titus das Halbfinale gegen Ronaldo Bartling mit 10:7. Bartling, der schon Europameister war, war äußerst agil und hat gute Angriffe vorgetragen, mit einem Ausfall, der in dieser Altersklasse nur noch selten zu sehen ist. Nach einem ausgeglichenen Gefechtsanfang konnte sich Titus dann immer besser auf Bartling einstellen und verdient durchsetzen. Im Viertelfinale ließ Titus beim schnellen 10:3 gegen den Lübecker Hans-Georg Brinkmann schon weit vor der Pause nichts anbrennen und focht fast fehlerfrei.

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