Moritz Frohwein wird Dritter auf den Deutschen Meisterschaften

Auf den Deutschen Meisterschaften im Florett konnte Moritz Frohwein in der B-Jugend im Jahrgang 2002 die Bronzemedaille erreichen. Nach seinen Siegen bei den hessischen Meisterschaften am letzten Wochenende stellte er damit seine herausragende Form erneut unter Beweis. Insgesamt zeigte die TG Dörnigheim im bundesweiten Vergleich starke Leistungen.

 

In Halle trafen sich am vergangenen Wochenende die besten jugendlichen Fechter Deutschlands. Mit  Moritz Frohwein, Simon Kaib, Yannik Arnold, Valentin Hasche und Lorenzo Rossi qualifizierten sich von der TG Dörnigheim gleich fünf Fechter für die DM.

Bei den Deutschen Meisterschaften in der B-Jugend werden eine Vorrunde und eine Zwischenrunde gefochten. Die Ergebnisse aus beiden Runden werden gemeinsam gewertet und ergeben zusammen die Platzierung für die Direktausscheidung. Dieser Modus bietet die Möglichkeit eine schlechte Vorrunde am frühen Morgen noch einmal ausgleichen zu können, aber auch einen guten Start durch eine schlechte Zwischenrunde noch in den Sand zu setzen. Nur wer in beiden Runden konstant konzentriert und erfolgreich ficht, hat die Chance auf eine gute Ausgangslage für die KO-Runde.

An dieser Regelung scheiterten Arnold, Hasche und Rossi. Zwar zeigten sie immer wieder gute Gefechte und waren auch bei einigen Kämpfen siegreich, in der Summe jedoch verpassten sie knapp  die Runde der besten 32. Yannik Arnold belegte Platz 56, Lorenzo Rossi Platz 40 und Valentin Hasche bei seiner ersten DM-Teilnahme Platz 34.

Moritz Frohwein und Simon Kaib dagegen erreichten die Endrunde. Kaib, der eine schwache Vorrunde mit nur zwei Siegen focht, verbesserte sich im Laufe des Morgens mit jedem Gefecht und mit drei weiteren Siegen in der Vorrunde qualifizierte er sich als 31. für das KO.  Moritz musste nicht mit Startschwierigkeiten kämpfen und beendete die Vorrunde mit fünf Siegen und insgesamt nur sechs Gegentreffern. Auch in der Zwischenrunde behielt er seine weiße Weste und gewann alle Gefechte. Damit lag er vor der Direktausscheidung auf dem zweiten Platz.

Die Direktausscheidung wurde mit Hoffnungslauf gefochten. Das bedeutet, das Fechter, die im Hauptlauf ausscheiden, in einem Verliererlauf wiederum gegeneinander fechten und darüber eine zweite Chance bekommen im Turnier zu bleiben. Simon Kaib, der sein erstes Gefecht im KO gegen den auf sechs gesetzten Nils Fabinger aus Moers deutlich mit 10:1 verlor, konnte jedoch im Hoffnungslauf nicht seine gewohnte Leistung abrufen und unterlag auch hier 10:5. Damit blieb es am Ende beim 31. Platz.

Moritz Frohwein, der mit seinen starken Vorrunden die beste Grundlage für einen erfolgreichen Turnierverlauf legte, schaffte den direkten Einzug in die Runde der letzten 16. Dort, mit einem seiner Angstgegner, Hendrik Lenk aus Dresden, konfrontiert, zeigte er seine ganze Klasse und entschied das Gefecht mit 10:7 für sich. Euphorisiert durch diesen Sieg nahm er das folgende Gefecht etwas zu leicht und kam nicht richtig in das Duell rein. Gegen Felix Märkle aus Stuttgart unterlag er deshalb zunächst 7:10 und landete im Hoffnungslauf. Sein dortiger Gegner hatte nicht viel entgegenzusetzen, Moritz gewann 10:2 und traf somit im Viertelfinale erneut auf Felix Märkle. Dort konnte er nun seine mentale Stärke unter Beweis stellen. Hochkonzentriert und mit einem offensichtlichen Lerneffekt aus der vorherigen Niederlage, ließ er Märkle dieses Mal keine Chance und siegte überlegen mit 10:5. Damit war ihm eine Medaille nicht mehr zu nehmen. Im Halbfinale traf er auf niemand geringeren als den Vorjahressieger Arwen Borowiak aus Tauberbischofsheim. Gab es im letzten Jahr doch noch deutliche Leistungsdiskrepanzen zwischen den Beiden, war davon dieses Jahr nichts mehr zu sehen. In einem nervenzerreißenden Gefecht konnte Moritz einen 6:9 Rückstand aufholen, sodass sich beide Fechter bei 9:9 gegenüberstanden mit dem Bewusstsein, dass der nächste Treffer der allesentscheidende sein wird. Am Ende gewann der Titelverteidiger um Haaresbreite in einem Gefecht auf höchstem technischen Niveau. Er siegte im Anschluss auch im Finale deutlich und konnte somit erneut Deutscher Meister werden. Allseits wurde jedoch dieser Halbfinalkampf als tatsächliches Finale bezeichnet, da sich hier zwei Fechter auf Augenhöhe gegenüberstanden und bis zum letzten Treffer alles gaben. Diese beiden jungen Talente werden sich in den nächsten Jahren vermutlich noch viele Male gegenüberstehen und ihre Kräfte messen.

Ebenfalls wurde der Länderpokal der Mannschaften an diesem Wochenende ausgefochten. Die Equipe von Hessen I setzte sich nur aus den Dörnigheimer Fechtern Moritz Frohwein, Simon Kaib, Yannick Arnold und Lorenzo Rossi zusammen. Im Teamverband zu fechten ist immer wieder eine neue Erfahrung für die den Individualsport gewohnten Athleten, andere Fechter sind von einem abhängig, können aber auch eigene Fehlschläge wieder ausgleichen. Die Einzelsportart wird so zum Teamsport. Hochmotiviert vom Vortrag fanden die Dörnigheimer Jungs gut in den Tag und erreichten locker das Achtelfinale. Auch das erste spannende Gefecht gegen Westfalen I konnten sie nach einigem Hin und Her mit 45:39 gewinnen. Im Viertelfinale war dann jedoch die Luft raus und es gab eine deutliche Niederlage gegen den späteren Gesamtsieger aus Nordrhein. Am Ende belegte Hessen I einen guten 7. Platz.

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